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Siebtlingsgeburt

Denn bei Siebtlingsgeburten und Mehrlingsgeburten wie Drillingen und Vierlingen handelt es sich in der Regel um Frühgeburten. Der Körper der Frau ist somit nicht in der Lage, die Kinder über den regulären Schwangerschaftszeitraum auszutragen, weshalb ein frühzeitiger Kaiserschnitt in Erwägung gezogen wird. Generell versuchen Ärzte dabei aber den Geburtstermin soweit wie möglich hinaus zu zögern, um die Entwicklung der ungeborenen Kinder nicht negativ zu beeinflussen.
Nach der Geburt müssen die Mehrlinge daher in der Regel in einem Brutkasten untergebracht werden und sind in den ersten Wochen oder sogar Monaten auf eine dauerhaft ärztliche Betreuung im Krankenhaus angewiesen. Nur selten bleibt den Mehrlingen diese Prozedur erspart.

SIEBTLINGSGEBURTEN: KAISERSCHNITT ALS RISIKOFREIE OPTION

SIEBTLINGSGEBURT
Bei Mehrlingen können lediglich Zwillinge auf natürliche Art auf die Welt gebracht werden. Ärzte hingegen greifen bei Drillingen und weiteren Mehrfachgeburten hingegen grundsätzlich auf die Option zurück, die Kinder per Kaiserschnitt auf die Welt zu holen. Zumal auch die Belastung für die Mutter durch eine vaginale Geburt viel zu hoch wäre. Ein Kaiserschnitt eröffnet zudem die Option, Komplikationen zu verhindern und die Geburt der Mehrlinge so strukturiert wie möglich abwickeln zu können. Auch eine vorherige künstliche Einleitung der Wehen ist bei der Siebtlingsgeburt und den weiteren Mehrlingsgeburten nicht weiter unüblich. Letztendlich entscheidet der Arzt, wann die Geburt eingeleitet werden soll und ob dieser Schritt im Sinne der ungeborenen Kinder und der Mutter ist.

NICHT IMMER ÜBERLEBEN ALLE KINDER BEI SIEBTLINGSGEBURTEN

Eltern, die Mehrlinge erwarten, müssen sich bereits im Vorfeld mit dem Szenario auseinandersetzen, dass womöglich nicht alle Kinder die Geburt überleben werden. Das Sterberisiko ist bei Mehrlingsgeburten extrem hoch. Oft überlebt nur ein Teil der Kinder, wobei es sogar möglich sein kann, dass keines der Mehrlinge die Geburt überlebt. Das Risiko beginnt allerdings bereits im frühen Stadium der Schwangerschaft, da das Abgehen von Embryonen bei einer Mehrlingsschwangerschaft nicht weiter unüblich ist. Sogar bei einer Schwangerschaft mit Zwillingen kommt es extrem häufig dazu, dass ein Embryo im frühen Stadium von der Gebärmutter abgestoßen wird. Bei Mehrlingen erhöht sich dieses Risiko zusätzlich. Somit gelten Mehrlinge, bei denen alle Kinder gesund und wohlbehalten auf die Welt geholt werden, auch immer wieder als kleine medizinische Sensation. Tatsächlich ist es nämlich viel öfter der Fall, dass leider nicht alle Kinder überlebensfähig sind. Das ist auch der Grund, warum viele Ärzte davon abraten, eine Mehrlingsschwangerschaft mit einer so großen Anzahl an Kindern überhaupt in Erwägung zu ziehen. Nach einer erfolgreiche künstlichen Befruchtung mit mehreren Eizellen besteht daher die Optionen, einige der Eizellen wieder zu entfernen, um das Risiko für Mutter und Kind zu reduzieren. Tatsächlich entscheiden sich aber viele Frauen bewusst gegen diesen Schritt und nehmen die möglichen Konsequenzen in Kauf. Konsequenzen, die sich auch auf das Überleben der Mutter beziehen. Denn nicht nur die Mehrlinge könnten bei der Geburt sterben. Tatsächlich erhöht sich auch das Sterberisiko der Mütter auf das Dreifache.

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